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SPD Polch

Unsere Geschichte

Wie alles begann


Hans Engelhardt

Am 15. September 1946, kaum mehr als ein Jahr nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, fanden die ersten Gemeinderatswahlen auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Rheinland-Pfalz statt. Auch in Polch wurde gewählt und der Ort erhielt erstmals wieder einen Bürgermeister, denn während der Naziherrschaft war der Amtsbürgermeister auch gleichzeitig Gemeindevorsteher. Polcher Bürger gründeten im März 1946 als Vorbereitung auf diese Wahlen den SPD Ortsverein Polch. Es begann in der schmalen Küche einer kleinen Wohnung in der Kehrstraße mitten in Viedel, dem inoffiziellen Polcher Ortsteil. Einige engagierte Polcher Bürger saßen zusammen und schmiedeten Pläne, wie die politische Zukunft der Gemeinde Polch wohl aussehen könnte. Schnell wurde das Tun der kleinen Gruppe bekannt und es kamen weitere interessierte Bürger hinzu. So wurde schließlich im Frühjahr 1946 SPD in Polch etabliert. Laut den Parteistatuten der Partei sollte der junge Spross den Namen SPD Ortsverein Polch tragen und schon im März 1946 zählte man bereits 15 Mitglieder. Leider beschränken sich unsere Informationen aus dieser Zeit auf einige wenige mündliche Überlieferungen. Fest steht jedoch, dass Ewald Jaspert zum ersten Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt wurde. Kassierer wurde damals Johann Schlich, Beisitzer waren Peter Gügel und Dr. Josef Krautwig. Nach der Annahme der Verfassung am 18. Mai 1947 war der Weg frei für die ersten freien Gemeinderatswahlen in Rheinland-Pfalz. So konnte am 14. November 1948 auch in Polch ein Gemeinderat gewählt werden. Auf Anhieb besetzte die SPD 7 von 19 Sitze. Bürgermeister blieb der bereits 1946 ins Amt gewählte Josef Gilles, sein Beigeordneter wird Otto Pastohr. Weiter waren im Gemeinderat für die SPD vertreten: Nikolaus Pfeiffer, Alois Jessen, Johann Schlich, Josef Gilles (Kaan), Wilhelm Beck und Jakob Fuhrmann. Nachgerückt sind in dieser ersten Wahlperiode Ewald Jaspert, Johann Klasen und Josef Fornahl. Ewald Jaspert führte den noch jungen Ortsverein von seiner Gründung bis ins Jahr 1960. Ihm folgte als Vorsitzender der allseits sehr beliebte Hans Engelhardt, der den Vorsitz in der Polcher SPD bis zu seinem plötzlichen Tod 1979 inne hatte. In dieser Zeit wuchs Sozialdemokratie in Polch schnell heran. Dies war neben der guten Arbeit vor Ort auch der Verdienst eines Mannes, Willy Brandt. Mit seinem Motto „Mehr Demokratie wagen“ erreichte er die Herzen der Menschen in der gesamten Republik, vor allem auch im Maifeld. So ist es nicht verwunderlich, dass von den knapp 90 Mitgliedern im Jahr 1980 mehr als 30 nicht aus Polch selbst kamen.

 

JUSO AG Polch
Die Polcher JUSO AG

Nach dem für alle plötzlichen, unerwarteten Ableben von Hans Engelhardt wurde Dieter Rothweiler 1979 zum Vorsitzenden der Polcher SPD gewählt. Zehn Jahre später gab Rothweiler den Vorsitz dann an Hans-Georg Ziesemer ab, der zusammen mit dem Vorsitzenden der Fraktion, Dieter Georgi, über Jahre ein kompetentes Team in der Polcher Kommunalpolitik bildete. Als Ziesemer 1999 den Vorsitz einem jüngeren Mitglied übergeben wollte, viel die Wahl auf Wolf-Dieter Tigges. Jedoch bereits 2001 wurde der Vorsitzende der SPD Maifeld, Günter Schnitzler, auch zum Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Polch gewählt. Zusammen mit der Geschäftsführerin Anne Kürschner und dem Schatzmeister Winfried Schloemer lenkt Schnitzler auch heute noch die Geschicke des Ortsvereins. Das SPD Team wird vervollständigt durch den heutigen Fraktionsvorsitzenden Hans-Georg Ziesemer.

 

2009 standen erneut Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz und damit auch in Polch an. Die SPD präsentierte eine Liste mit altbewährten Kandidatinnen und Kandidaten und hatte einige neue Gesichter für die Mitarbeit gewinnen können. Erstnals in der Geschichte der Partei zog man mit 9 Mitgliedern in den Stadtrat ein. Außérdem wurde mit Günter Schnitzler der Bewerber der SPD Polch zum neuen Stadtbürgermeister gewählt. Dem Stadtrat gehören an: Robert Brand (Fraktionsvorsitzender), Heinz-Günther Becker (stellv. Fraktionsvorsitzender), Gabriele Schnitzler (Fraktionsgeschäftzsführerin), HAns-Georg Ziesemer (1. Beigeordneter), Heide Horsch (3. Beigeordnete), Dieter Kürschner, Thomas Ternes, Stephan Mayer, Thomas Tholey (bis März 2014), Udo Zenz (ab März 2014), Tanja Keßler (bis Mai 2011) und Willi Reck (ab Juni 2011).

 

Am 12. April 2013 erhält der langjährige Vorsitzende der Polcher SPD Hans-Georg Ziesemer anlässlich des SPD Bürgerempfangs die Willy-Brandt-Medaille aus der Hand des früheren Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. C.C. Schweitzer. Die Abgeordneten im Landtag Benedikt Oster und Marc Ruland, sowie Dieter Georgi und Günter Schnitzler gratulierten ihm dazu recht herzlich. Hans Georg Ziesemer macht auch heute noch Politik. Er wurde 1974 in den Gemeinderat Polch und in den Verbandsgemeinderat gewählt worden und ist seither in diesen Gremien ununterbrochen aktiv. Außerdem ist er seit 2009 der 1. Beigeordneter der Stadt Polch und damit der erste Vertreter des Stadtbürgermeisters. Daneben ist Hans-Georg Ziesemer aber auch sportlich sehr aktiv. Neben der Tatsache, dass er selbst ein guter Fußballer ist, hat er eine Reihe namhafter Vereine in der Region als Trainer betreut. Auch heute noch reizt ihn die Aufgabe, sich im Jugendbereich als Fußballlehrer zu verdingen. Auch frönt er bis heute dem Tennissport, seiner großen Leidenschaft.

 


Anne und Dieter Kürschner mit der Ehrenmedaille

Seit 2013 verleiht die SPD Polch jährlich die Hans-Engelhardt Ehrenmedaille an verdiente Mitglieder. Zu den Medaillenträgern gehören Hans-Georg Ziesemer (2013), Ilse Schmitz (2014), Anne und Dieter Kürschner (2014), Elli und Karl Sauer (2015), Horst Nördershäuser posthum (2016), Leo Klöckner (2017)

 


Eheleute Sauer mit den bisherigem Medaillenträgern

 


Es fehlen Stephan Mayer und Frank Zander

2014 fanden in Polch Kommunalwahlen statt. Die SPD hatte den Verlust von 2 Sitzen zu verschmerzen, von denen einer an den Kandidaten der Linken Frank Zander aus Ruitsch fiel. Die SPD Fraktion hatte ihm unmittelbar nach der konstituierenden Sitzung am angeboten an den Fraktionssitzungen der SPD teilzunehmen, ohne eine Fraktionsgemeinschaft mit der Partei einzugehen. Frank Zander nahm das Angebot dankend an und entschied sich einige Monate später, der SPD beizutreten und wurde fortan das siebente Mitglied der Fraktion. Das Amt des Stadtbürgermeisters wurde in einer Stichwahl zwischen dem Kandidaten der CDU und dem amtierenden Stadtbürgermeister Günter Schnitzler entschieden. Die Wahl der Bürgerinnen und Bürger fiel dabei auf Gerd Klasen von der CDU.

Im April 2015 legte dann das Stadtratsmitglied Thomas Ternes aus privaten Gründen sein Mandat nieder. Für ihn rückte Stephan Mayer, der bereits von 2009 bis 2014 Mitglied des Stadtrates war, nach.